
Einsamkeit, Quelle: styret_flickr
Trotz moderner Zeiten, geprägt von E-mail, Fax und Nachrichten per Mobiltelefon, in denen scheinbar jeder Mensch zu jeder Stunde erreichbar ist und Zugang zu anderen Menschen hat, fühlen sich immer mehr unter uns einsam, sogar oft auch ungeliebt und völlig allein gelassen.
Wenn dies auch für die meisten mit physischem Alleinsein verbunden ist, kann es ebenso vorkommen, sich in einer ganzen Gruppe von Menschen einsam zu fühlen, und das, obwohl man eventuell verheiratet, berufstätig und sehr beliebt ist. Das Gefühl der Einsamkeit hängt also häufig weniger mit der Umgebung, als viel mehr mit unser inneren Einstellung zusammen. Ist diese negativ, sind wir laut wissenschaftlicher Untersuchungen, auch empfänglicher für Einsamkeitsgefühle. Sich nicht liebenswert fühlen oder nicht attraktiv genug, der Glaube, nur mit einem Partner glücklich sein zu können, Angst vor Ablehnung- all das führt dazu, auf die Initiative der anderen zu warten und dadurch mitunter kühl und arrogant zu wirken.
Solche Empfindungen sind Hinweise dafür, dass Veränderungen im Leben stattgefunden haben, mit denen es umzugehen gilt. Wenn die momentane Lebenssituation unzufrieden stimmt, ist es zunächst einmal wichtig, mit sich selbst wieder zufrieden zu sein und zu lernen, wieder auf andere Menschen zuzugehen.
Ein liebevoller Umgang mit sich selbst ist der erste und wichtigste Schritt dahin, auch positive Ereignisse anzuziehen. Auch ohne ständig einen Partner oder Freunde in der Nähe zu haben, lohnt es sich, etwa ein schönes Gericht zuzubereiten oder einen Spaziergang zu machen. Wer sich mehr Kontakt zur Außenwelt wünscht, sollte diesen möglichst unbedarft aufnehmen, ohne feste Erwartungen an den Gegenüber zu haben. Ist man mit sich und seinen Fähigkeiten als auch Schwächen im Reinen, erleichtert dies auch eine positive Haltung gegenüber anderen.
Einsamkeit ist häufig keine Isolation, die einem von anderen „angetan“ wird, sondern die man selbst zu verantworten hat. Wer sich dazu entscheidet, aus dieser Rolle herauszutreten, dem steht die Tür jederzeit offen. Man braucht nur hindurch zu gehen.